Krypto- und Anlagebetrug

Eine Anzeige zeigt einen Promi, der angeblich eine Trading-Plattform „enthüllt“. Eine freundliche fremde Person in sozialen Medien zeigt ihre Krypto-Gewinne. Im Dashboard wächst dein Geld, bis du es dir auszahlen lassen willst.

Kurz gesagt

Garantierte Renditen, Deepfake-Werbung mit Promis und Plattformen ohne Auszahlung. So funktioniert Anlagebetrug und so prüfst du vorher.

Die wichtigsten Warnzeichen: Garantierte oder sehr hohe Renditen; Promi-Empfehlung in einer Anzeige; Druck, schnell mehr einzuzahlen.

Das tust du zuerst: Prüf das Unternehmen vor jeder Einzahlung bei der Finanzaufsicht: Ist es zugelassen, steht es auf einer Warnliste? Zuständig sind zum Beispiel die BaFin in Deutschland, die FMA in Österreich und die FINMA in der Schweiz.

Beispiel · Werbung in sozialen MedienBeispielhaft, Links deaktiviert
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„Aus 250 € wurden in 3 Wochen 8.400 €.“ EILMELDUNG: TV-Moderator verrät die KI-Trading-Plattform, von der die Banken nicht wollen, dass du sie kennst. Garantierte tägliche Gewinne. Plätze begrenzt, jetzt registrieren.

So funktioniert die Masche

Betrugsplattformen sehen aus wie echte Trading-Apps. Nach einer kleinen Einzahlung ruft ein „persönlicher Kundenbetreuer“ an, oft aus dem Ausland, und drängt zu höheren Einzahlungen. Der angezeigte Kontostand ist erfunden.

Wenn du eine Auszahlung beantragst, sollst du zuerst „Steuern“, eine „Freischaltgebühr“ oder eine „Verifizierungseinzahlung“ zahlen. Danach kommt nur die nächste Gebühr.

Deepfake-Videos und gefälschte Nachrichtenartikel mit Promis, Unternehmern oder TV-Moderatoren sollen Vertrauen schaffen. Diese Personen haben das Produkt nicht empfohlen.

Bei lang angelegten Maschen, oft „Pig Butchering“ genannt, baut ein Betrüger über Wochen eine Freundschaft oder Liebesbeziehung auf, bevor er die Geldanlage ins Spiel bringt.

Darauf solltest du achten

  • Garantierte oder sehr hohe Renditen. Keine seriöse Geldanlage garantiert Gewinne, schon gar nicht täglich.
  • Promi-Empfehlung in einer Anzeige. Geh davon aus, dass sie gefälscht ist. Prominente warnen regelmäßig selbst davor.
  • Druck, schnell mehr einzuzahlen. „Das Angebot gilt nur noch bis heute Abend.“
  • Gebühren, um an dein eigenes Geld zu kommen. Das ist das deutlichste Warnzeichen überhaupt.
  • Du sollst eine Fernwartungs-Software installieren, „damit wir dir beim Traden helfen“. Damit bekommen die Betrüger die Kontrolle über dein Gerät und dein Online-Banking.

Das tust du, wenn du so eine Nachricht bekommst

  1. Prüf das Unternehmen vor jeder Einzahlung bei der Finanzaufsicht: Ist es zugelassen, steht es auf einer Warnliste? Zuständig sind zum Beispiel die BaFin in Deutschland, die FMA in Österreich und die FINMA in der Schweiz.
  2. Such nach dem Namen der Plattform plus „Betrug“ oder „Erfahrungen“ und prüf mit unserem Link-Check, wie alt die Website ist.
  3. Lass nie jemand anderen deinen Computer steuern oder in deinem Namen Konten eröffnen.

Wenn du schon bezahlt oder Daten weitergegeben hast

Handle schnell. Jede Minute zählt.

  1. Überweise kein Geld mehr, auch keine „Gebühren“ für die Freigabe deines Guthabens.
  2. Wende dich an deine Bank oder deinen Kartenanbieter, erstatte Anzeige bei der Polizei und informiere die Finanzaufsicht.
  3. Rechne mit Recovery-Betrug: Leute, die versprechen, dein Geld gegen eine Gebühr zurückzuholen. So funktioniert diese Masche (auf Englisch).

Weitere Hilfe: Was du nach einem Betrug tun kannst und wo du ihn in deinem Land meldest (auf Englisch)

Häufige Fragen

Die App zeigt, wie mein Guthaben wächst. Ist das nicht der Beweis, dass alles echt ist?

Nein. Die Zahlen werden von den Betrügern gesteuert. Der einzige echte Test ist eine Auszahlung, und Betrugsplattformen finden immer einen Grund, warum sie nicht klappt.

Kann ich eine gefälschte Promi-Anzeige melden?

Ja. Nutze die Funktion „Werbung melden“ der Plattform. Meldungen helfen, solche Anzeigen schneller zu entfernen.

Offizielle Quellen und weiterführende Infos

Wir gleichen unsere Ratgeber mit Empfehlungen von Behörden und Verbraucherschutzstellen ab.